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wünschen

Mal abgesehen von den globalen Wünschen wie Weltfrieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Wohlstand, Bildung, und wenn es den Kindern gut geht und sie ihren Platz im Leben und in der Gesellschaft gefunden haben, beschränken sich meine Wünsche in erster Linie auf eine gesicherte Rente, einen Lebensabend ohne den Angehörigen zur Last zu fallen und ein Lebensende ohne langes Leiden.

Vielmehr richtet sich nun der Blick auf die Enkel. Es gibt so viele wunderschöne kleine Momente des Glücks, und ich wünsche mir viele weitere. Ich wünsche, es verankern sich viele dieser kleinen Momente in ihrem (Unter-)Bewusstsein und sie profitieren ihr Leben lang davon.

Einen dieser Momente erlebte ich vergangenen Sommer mit unserem ältesten Enkel, damals dreieinhalb Jahre alt. Wir nahmen ihn mit an die Ostsee. Mit dem Wohnmobil. Auf einen Campingplatz.

Urlaub mit den Eltern, Wegfahren, Strand, Meer, Ferienwohnung, all das hat er bereits kennengelernt, aber mit dem Wohnmobil und mit Oma und Opa wegzufahren war schon was Besonderes.

Er war fasziniert von der großen, freien Wiese, auf der er mit dem Opa seinen Drachen steigen lassen, mit dem Hund toben und all seine Spielsachen ausbreiten konnte.

 

Aber auch die Toilette im Wohnmobil war spannend.

Oma! Ist das ein Kinderklo?

Ja, das ist auch für Kinder.

Und wo ist dein Klo?

Dass wir die Kassette dieser Toilette entleeren mussten, war etwas Neues für ihn. Überhaupt das ganze Thema.

Was ist das?

Warum ist da Pipi und A-A drin?

Wie kommt das da rein?

Natürlich ging er mit zum Entsorgen.

Oma! Das stinkt!

Pipi und A-A riecht halt so.

Ist da auch Pipi und A-A von Opa drin?

Ja, natürlich. Auch von Opa.

Dieser Dreikäsehoch schleppte dann die leere Kassette zurück und rief schon von Weitem mit seiner wunder,wunderschönen glockenklaren, lautesten Stimme voller Stolz:

Opa!!!! Wir haben dein A-A weggebracht! Das stinkt hier nicht mehr!

Ich hatte den vagen Eindruck, dass Opa den Kopf leicht einzog und ein klein wenig verlegen guckte, aber ringsum erscholl lautes Lachen. Und der kleine Blondschopf strahlte über das ganze Gesicht.

Dies ist mein zweiter Beitrag zum Projekt *.txt von Dominik Leitner. Vielen Dank für Deine Initiative!

 

6.2.15 19:04

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